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18 Mär
2021

FRANCIS | HELIOZ ist Teil von einer Initiative vom Frauenhofer Institut für Frugale Innovation 

Fraunhofer IAO veranstaltet gemeinsam mit internationalen Partnern Open Innovation Challenges. 

Das Fraunhofer IAO hat sich mit Industrieunternehmen und anderen Partnern zusammengetan, um herauszufinden, welche Innovationen der Gesellschaft zugutekommen und die breite Öffentlichkeit bei der Entwicklung sparsamer Lösungen mit ins Boot holen. Diese Initiative, ein EU-Projekt mit dem Namen FRANCIS, zielt darauf ab, dieses Ziel durch zwei Open Innovation Challenges zu erreichen.

HELIOZ übernimmt bei dem Projekt eine beratende Rolle teil und bringt langjährige Erfahrung in der Entwicklung von frugalen Innovationen ein. Die Hauptaufgabe von HELIOZ in FRANCIS besteht darin, Herausforderungen zu stellen, insbesondere zum Thema Wasseraufbereitungslösungen auf Haushaltsebene für die "Base of Pyramid". Basierend auf den eigenen Erfahrungen bei der Entwicklung einer frugalen Innovation und unterstützt durch einen Beirat, bestehend aus HELIOZ-Investoren und Experten für frugale Innovationen, wird HELIOZ die Teilnehmer während des gesamten Open Innovation Prozesses begleiten. Aus regionaler Sicht konzentriert sich die Herausforderung von HELIOZ auf Indien und Uganda.

  • Einkommensschwache Haushalte in ländlichen oder halbländlichen Gebieten der am wenigsten entwickelten Länder, in denen in der Regel Frauen und Kinder für die Trinkwasserversorgung zuständig sind
  • Menschen mit Behinderungen
  • Menschen, die in Flüchtlingslagern leben
  • Kleinstunternehmer, z. B. Besitzer von Wasserkiosken und mobile Wasserverkäufer, die in den Gemeinden Wasser verkaufen
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Viele Analysten haben darauf hingewiesen, dass sich die derzeitige Krise nicht nur auf das soziale Leben auswirkt, sondern auch das Verbraucherverhalten beeinflusst. Zu den sich abzeichnenden Trends gehören die Bevorzugung von Qualität gegenüber Quantität, eine größere Nachfrage nach lokal produzierten Waren und die breite Nutzung des elektronischen Handels. Ein Konsortium von sieben Partnern aus sechs europäischen Ländern setzt dieses Prinzip im Rahmen des FRANCIS-Projekts in die Tat um. 

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, das Fraunhofer-Informationszentrum für Planen und Bauen IRB und das VTT Technical Research Centre of Finland sind mit an Bord und leisten wissenschaftliche Unterstützung. Die finnische Non-Profit-Organisation InnoFrugal, das Behavioural Insights Team (BIT) aus dem Vereinigten Königreich, das französische Tech-Startup Agorize und zwei Industrieunternehmen, HELIOZ und BSH Hausgeräte aus der Türkei, sind an dem Projekt beteiligt.

Das Potenzial der "Citizen Frugal Innovation" nutzen

Bürgerinnen und Bürger können ihre Ideen über eine von Agorize für dieses Projekt entwickelte Online-Plattform einreichen. In ausgewählten Ländern, die von den teilnehmenden Herstellerfirmen angesprochen werden, finden außerdem persönliche Veranstaltungen statt, um die praktische Unterstützung mit Werkzeugen und Methoden vor Ort sicherzustellen.

HELIOZ und BSH Home Appliances Turkey nehmen an dem Projekt teil, um Ideen zur Marktreife zu bringen. 

Die ganze Idee ist eine Win-Win-Situation. Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, kreativ an neuen Produktideen mitzuarbeiten, und die Unternehmen erhalten einen besseren Einblick in die Wünsche und Bedürfnisse kostensensibler Kunden. Das Konsortium hat es sich zur Priorität gemacht, die Gesellschaft als Ganzes anzusprechen, einschließlich Gruppen wie Arme, ältere Menschen und kinderreiche Familien. 

Ein weiteres Ziel von FRANCIS ist es, die Entwicklung eines soliden Rahmens für "Citizen Frugal Innovation" in Zusammenarbeit mit Unternehmen voranzutreiben, um frugale Innovationen hervorzubringen. Zu diesem Zweck wird das Projektteam auch einige Verhaltenstests durchführen, um potenzielle Hindernisse zu ermitteln und mehr darüber zu erfahren, was die an diesen Herausforderungen beteiligten Bürger motiviert und welche Art von Unterstützung sie benötigen.

Das Projekt ist im Februar angelaufen. Geplant ist, den konzeptionellen Rahmen im Jahr 2021 zu entwickeln und dann die beiden Herausforderungen in den Jahren 2022 und 2023 durchzuführen. Einige Veranstaltungen werden im Next:Lab, dem neuen Kreativraum des Fraunhofer IAO, stattfinden.